
Olga Kisseleva wurde 1974 in St. Petersburg, Russland geboren. Von 1991 bis 1994 besuchte sie als Geigerin die Musikfachschule.
1994 bis 1999 studierte sie am Rimsky-Korsakov-Konservatorium in St. Petersburg Chorleitung und Gesang. Schon während des
Studiums absolvierte sie als Chorsängerin mit dem Mariinsky-Theater zahlreiche Konzertreisen im In- und Ausland.
Nach dem Abschluss des Konservatoriums setzte sie ihr Studium an der Folkwang-Hochschule in Essen als Chorleiterin bei
Prof. R. Otto fort. 2005 erhielt sie ihr Diplom mit Auszeichnung. Von 2002 bis 2009 leitete sie den Kinder- und Jugendchor
"Contakt" der Musikschule in Hattingen (NRW). Unter ihrer Leitung wurde der Chor mehrmals Preisträger des Landeswettbewerbs
"Jugend singt" und "Folk & World Musik-Wettbewerb". Sie trat mit dem Chor "Contakt" u. a. bei der ARD-Sendung "Deutschland singt"
und der UNESCO-Gala auf.
2007 wurde sie als Fachleiterin für den Vokalbereich nach Nordhorn an die städt. Musikschule geholt. Dort leitete sie mehrere
Kinder- und Jugendchöre und wirkte an Musical- und Konzertproduktionen mit. Seit 2008 leitete sie als freischaffende Chorleiterin
mehrere Chöre in NRW und Niedersachsen.
Im August 2009 begann sie mit dem Aufbau eines Kinder- und Jugendchores an der Musik- und Kunstschule Bielefeld und leitete in
Kooperation mit dem städt. Theater in Bielefeld den Kinder- und Jugendchor "Chorinis", der bei Produktionen des Theaters mitwirkte.
Olga hat die Leitung der Berliner Chorfreunde im Frühjahr 2012 übernommen.
ehemaliger Dirigent - Prof. Dr. Marek Bobéth

Bereits in seiner Jugend wurde er pianistisch von der Meisterin Anny Schäfer ausgebildet, die bei
Carl Friedberg (Schüler von Clara Schumann) und Otto Neitzel (Schüler von Franz Liszt) studiert hatte.
Nach dem Abitur studierte er in Berlin bei dem bedeutendem Pianisten Dieter Zechlin und besuchte
Meisterkurse u.a. bei Gerhard Puchelt und Hélène Boschi, der Schülerin des
weltberühmten Pianisten Alfred Cortot. Diese Ausbildung ergänzte er noch durch das Studium
der Fächer Dirigieren, Musik- und Theaterwissenschaft.
Seine Doktorarbeit schrieb er über Borodins Oper "Fürst Igor". Seine umfangreiche Monographie
über den Komponisten Hermann Goetz wurde zum Standardwerk.
Er übte meherer
Dozententätigkeiten aus. So beispielsweise in
Berlin - Universität der Künste, Berlin - Freie Universität,
Rostock - Hochschule für Musik und Theater, St. Petersburg - Rimskij-Korsakow-Konservatorium,
Riga - Lettische Musikakademie, Tallinn - Estnische Musikakademie, Vilnius - Litauische Musikakademie
Er erhielt diverse
Titel und Ehrungen.
So unter andrem den Titel des Professors, außerdem wurde er zum Chordirektor (ADC),
zum Musikdirektor (FDB) und zum Bundeschorleiter (BSB) ernannt.
Die internationale Hans von Bülow-Gesellschaft wählte ihn zum Vorsitzenden.
Des weiteren war er Gründungsmitglied der Tschaikowsky-Gesellschaft.
1997 verlieh ihm der Bundespräsident in Anerkennung seiner künstlerischen,
pädagogischen und wissenschaftlichen Arbeit das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Seit 1966 war er als Chordirigent für mehrere Chöre tätig.
1977 gründete er mit uns die "Berliner Chorfreunde",
deren musikalischer Leiter er bis 2012 war.
Marek Bobéth konzertierte in vielen Ländern Europas sowie in Amerika und Japan.
Er dirigierte viele Ur- und Erstaufführungen und leitete Großveranstaltungen,
z.B. in der Waldbühne anläßlich des Chorfestes 2003.
Er arbeitete mit bedeutenden Sängern und Sängerinnen zusammen wie Anneliese Rothenberger,
Rita Streich, Ernst Häfliger, Stefania Woytowicz u.a., trat als Liedbegleiter in Konzerten und
im Fernsehen auf und produzierte Tonträger.
Viele Jahre leitete er den Bundeswettbewerb ~Gesang~ und stellte in Konzerten Preisträger vor,
die heute anerkannte Solisten sind.
Am 31. Januar 2012 verstarb Herr Prof. Dr. Bobéth nach langer Krankheit.
Am 25. Februar nahmen die "Berliner Chorfreunde" mit
Liedern an seinem Grab Abschied und gaben ihm so die letzte Ehre.